Fachkraft für frühe Kindheitsintervention


Prävention und Krisenmanagement bei herausforderndem Verhalten

Menschen mit sozial-emotionalen Beeinträchtigungen stellen Fachkräfte der Sozialen Arbeit zunehmend vor komplexe Herausforderungen. In nahezu allen Arbeitsfeldern ist ein deutlicher Anstieg entsprechender Unterstützungsbedarfe zu beobachten.

Besonders Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie Regelangebote wie Kindertagesstätten und Schulen begleiten immer häufiger Kinder und Jugendliche mit sozial-emotionalen Entwicklungsauffälligkeiten. Viele Fachkräfte erleben dabei Unsicherheit im Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen und suchen nach tragfähigen pädagogischen Handlungskonzepten. Gleichzeitig wächst der Bedarf an einer intensiven Zusammenarbeit mit Familien, Fachdiensten und weiteren Netzwerkpartner.

Die Weiterbildung zur „Fachkraft für frühe Kindheitsintervention“ vermittelt das notwendige Fachwissen, um diese Herausforderungen professionell, sicher und ressourcenorientiert zu bewältigen. Sie erweitert bestehende pädagogische Qualifikationen um fundierte Kenntnisse zu den Ursachen und Entstehungsbedingungen sozial-emotionaler Beeinträchtigungen, erklärt neurophysiologische Zusammenhänge verständlich und zeigt auf, wie sich diese auf das Erleben und Verhalten von Kindern und Jugendlichen auswirken.

Im Mittelpunkt stehen praxisnahe pädagogische Ansätze, die neue Handlungsmöglichkeiten eröffnen und einen tragfähigen Zugang zu betroffenen Kindern und Jugendlichen ermöglichen. Die Teilnehmenden entwickeln ein vertieftes Verständnis für Entwicklungsprozesse, stärken ihre Handlungssicherheit und erweitern ihre fachliche Kompetenz für den pädagogischen Alltag.

Die Seminarreihe bietet die Möglichkeit, sich gezielt in einem hochaktuellen und zukunftsweisenden Arbeitsfeld zu spezialisieren. Sie unterstützt Fachkräfte dabei, belastende Situationen sicherer zu bewältigen, die eigene Professionalität weiterzuentwickeln und langfristig der Gefahr von Überlastung und Erschöpfung vorzubeugen.

Auch Träger profitieren von der Qualifizierung: Durch den systematischen Aufbau internen Fachwissens  werden personelle Ressourcen gestärkt und die Entwicklung bedarfsgerechter, zukunftsfähiger Angebotsstrukturen nachhaltig unterstützt.

Die Weiterbildung ist gegliedert in vier zweitägige Veranstaltungen und zwei eintägige Vertiefungs- und Praxisseminare. Insgesamt umfasst die Weiterbildung 58 Stunden in Präsenz plus Arbeitsmaterialien, die in Heimarbeit vor- und nachbereitet werden können, die ermittelt wurden mit 16 Stunden, sodass ein Gesamtumfang von 74 Stunden entsteht. 

Präsenzmodule und Themenschwerpunkte: 

  • Modul 1: „Belastende Kinder verstehen und professionell begleiten – Grundlagen sozial-emotionale Beeinträchtigungen“ (zweitägig)
  • Modul 2: „Fallplanung und Fallsteuerung – fachlich handeln bei herausfordernden Situationen“ (zweitägig)
  • Modul 3: „Vom Plan zur Praxis – Maßnahmenplanung, Settinggestaltung und Alltagsstruktur“ (eintägig)
  • Modul 4: „Systemische Familienanalyse – Familien verstehen und professionell einbeziehen“ (zweitägig)
  • Modul 5: „Elternarbeit und Gesprächsführung – professionell, klar und wertschätzend kommunizieren“ (zweitägig)
  • Modul 6: „Praxisreflektion / Supervision / Integration eigener Arbeitsthemen / Abschluss“ (eintägig)

Aufgaben der Heimarbeit: 

Texte und Präsentationen lesen, Seminare nacharbeiten, Fallbesprechungen vorbereiten, Arbeitsmaterialien durcharbeiten (eventuell testen), erweiterte Literatur lesen

Ausführliche Beschreibung


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